Als erstes wurde unser Krümelchen mit einer Darmgrippe verwechselt…zumindest von mir. Ständige Übelkeit (dass sich das auf morgens beschränkt ist ein Gerücht), kein Appetit, flaues Gefühl, Schwindel und Schwarz vor Augen…und wer rechnet schon mit einem Baby, wenn auf dem Nachttisch ne Packung Pillen liegt?
Nach 3 Wochen und 6 Kilo weniger machte ich mich dann doch auf den Weg zur Ärztin…nur grad die Straße runter, vielleicht 3 Minuten Weg - mir kam es vor wie ne Stunde Fußmarsch durch Berge und Wälder…
Nach nem ganzen Weilchen im Wartezimmer, durfte ich dann endlich zur Ärztin, die mich, schon bei Beschreibung der Symptome fragte, ob ich nicht schwanger sein könnte. Ich glaube, so deutlich hab ich noch nie etwas verneint
Ihr Untersuchungsergebnis widersprach meiner Selbsteinschätzung,und so schickte sie mich weiter zu einer Gynäkologin…Doch erst mal musste ich nach Hause. KV lag im Bett (mitten am Tag, weiß auch nemmer warum) und sah fern…Den ganzen Weg über hatte ich überlegt, ob ich ihm vom Verdacht der Ärztin erzählen sollte, oder nicht.
War doof von mir, aber…ich hab es ihm erzählt. Sofort setzte ein Monolog ein, in dem er ausführlich beschrieb, warum ein Kind das schlimmste überhaupt sei, was IHM passieren könnte. Dass ich mir mein Leben zufällig auch anders vorgestellt hatte, und es dazu noch MEIN Körper war, mit dem das passierte, schien unwichtig. Ich glaube, er kam nicht mal auf die Idee, dass mich diese Sache auch betreffen könnte
Nach viiiieeelllleen Telephonaten hatte ich dann endlich eine Gynäkologin (war mir wichtig, dass es ne Frau ist) gefunden, die bereit war, mich mal eben noch dran zu nehmen. Mittlerweile war es nämlich kurz vor 18 Uhr, und die meisten Praxen hatten geschlossen.
KV wollte doch tatsächlich mitkommen. Ich hab ja den Verdacht, dass er sich einbildete, ich könne nicht schwanger sein, wäre er dabei
Auf dem Weg wurde ich weiterhin darüber aufgeklärt, welche Folgen ein Kind für IHN hätte…
Schon bevor ich die Praxis betrat wusste ich genau, welches Untersuchungsergebnis ich KV mitteilen würde–völlig unabhängig davon, was die Ärztin sagte…
Naja, WAS sie gesagt hat, können sich wohl alle denken
Und so verließ ich die Praxis, wissend, in der 6. Woche zu sein. Wissend, dass ich noch abtreiben könnte. Wissend, dass KV nun warscheinlich völlig durchdrehen würde…